Archiv der Kategorie: Miteinander leben

Erinnerungen aus der Gegenwart – Nachdenken über unser Leben heute im Gedenken an Elisabeth von Thüringen

Unter dem Titel „Nun aber seid ihr Licht. Elisabeth“ begeht die Stadt Eisenach das Jubiläumsjahr 2021 zum 800. Hochzeitstag der Elisabeth von Thüringen und Ludwig IV.
Vor 800 Jahren – 1221 – heiratete der Thüringer Landgraf Ludwig IV. in der Eisenacher Georgenkirche die ungarische Königstochter Elisabeth.
Elisabeth gilt als eine der stärksten Frauenpersönlichkeiten des Mittelalters.
Ihr außergewöhliches Leben im Dienst der Menschen ist bis heute von Bedeutung. Mitmenschlichkeit, Solidarität und ihr Mut mit Zugewandtheit und Nächstenliebe für Kranke und Entrechtete zu sorgen, sind Botschaften, die bis heute von wesentlicher Bedeutung sind.

Skulptur von Philipp Lier „Erleuchtung des Geistes“ in der Predigerkirche

Foto: Uwe Jung-Kempe

Philipp Geist beim Aufbau seiner Ausstellung am 26. März 2021.
Leider muss die Eröffnung wegen Corona auf noch unbestimmte Zeit verschoben werden.

Skulptur der Elisabeth auf dem Elisabethplan unterhalb der Wartburg. Im Hintergrund Reste des Franziskanerkloster

Foto: Uwe Jung-Kempe

https://www.eisenach.info/kunst-und-kultur/heilige-elisabeth

Erinnerungen aus der Gegenwart – Briefe an Elisabeth

Das Wartburg-Radio möchte sich im Rahmen dieses Jubiläums mit einem eigenen Beitrag unter dem Titel „Briefe an Elisabeth – Erinnerungen aus der Gegenwart“ anschließen.
In einer vorgesehenen Sendereihe „Briefe an Elisabeth – Erinnerungen aus der Gegenwart“ möchte das Wartburg-Radio Gedanken, Hoffnungen oder Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern der Wartburgregion aufnehmen und so Teil des Miteinanders sein.
Eine Auswahl der Briefe und Statements werden von professionellen Sprechern des „Theater am Markt“ sowie des Wartburg-Radios eingelesen und im März in einer Reihe im Wartburg-Radio ausgestrahlt.

Briefe an Elisabeth von

Thekla Bernecker-Degenhardt
Wolfgang Zott
Uwe Jung-Kempe

Tag der Nachbarn

Seit 1999 wird alljährlich der Tag der Nachbarn begangen. Europaweit feiern Nachbarn gemeinsam und zeigen eine Geste für Nachbarschaft und setzen so Zeichen für ein gutes Miteinander.

Eine Hausgemeinschaft in der Eisenacher Clemensstraße und der Kunstverein Eisenach haben zu diesem Anlass zum Hofkonzert (phantastisch: auf dem Garagendach !!!!) mit den beiden hervorragenden Musikern Marco Böttger und Carsten Degenhardt eingeladen.

Carsten und Marco musizieren auf dem Garagendach – aufgenommen von Alexandra Husemeyer

Tatsächlich konnten wir vom Dach aus sehen, dass einige Fenster in den Häusern herum sich öffneten!
Vielen Dank an die beiden Musiker, die Organisatoren und alle, die sich haben einladen lassen!!

queerubim in Craula

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Anreise am 28. April und Probe bis 29.April im Jugendpfarrhaus Craula!

Dann der Gottesdienst am 1. mai in der Kirche Craula zusammen mit der Band der Jugendarbeit des Kirchenkreises Gotha

Die Einstimmung:
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Der Gottesdienst mit viel Musik:
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Auch in Gebärdensprache:
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Gemeinsames Mittagessen vor der Abfahrt!
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Vielen Dank für die wunderbare gemeinsame Zeit!!!

Vernissage & Funkmusik

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Ab Samstag, dem 13. Juni werden im Behringer Schlosshotel Fotos von Arne Wesenberg und Uwe Kempe ausgestellt.
Arne Wesenberg zeigt vor allem Fotos aus seinem Projekt ›Im UnRuhestand‹. Er porträtiert dafür Menschen im Rentenalter, die aber immer noch sehr aktiv ihren Beruf nachgehen. Die Bilder zeigen bekannte Künstler, Unternehmer, Politiker, aber auch ganz „normale“ Menschen. Alle Fotos wurden ausschließlich mit einer analogen Großformatkamera aufgenommen.
Uwe Kempe zeigt neben anderen Fotos vom Wildkatzenprojekt und Baumkronenpfad, aufgenommen mit einer analogen Mittelformatkamera.
Die Vernissage am 13. Juni beginnt um 17 Uhr und wird musikalisch umrahmt vom Chor „Hochcant“aus Eisenach.
Arne Wesenberg ist zugleich Bassist der Band „Funkhaus“, die dann ab 20 Uhr im Schlosshof spielt. Die elf Musiker der Funk&Soul-Band kommen aus Hamburg und Lübeck und spielen NEW SOUL FUNK – eigen komponierte Songs mit dem Ziel, die Leute zum Tanzen zu bringen und das Leben zu feiern.

Wort zum Sonntag für die TLZ Gotha zum 1. Mai 2015

Heute ist der Tag der Arbeit. Die meisten von uns müssen nicht arbeiten, sondern haben frei und dürfen zu Hause bleiben. Am Tag der Arbeit nicht zu arbeiten – ein Widerspruch? Nur auf den allersten Blick! Denn tatsächlich ist ein solcher Tag der Besinnung auf unsere Arbeit sehr wichtig. Zur Besinnung braucht es Zeit, um den nötigen Abstand zum Nachdenken zu gewinnen. Warum aber über die Arbeit groß nachdenken? Hauptsache ist doch, ich habe welche und verdiene genug Geld, um meinen Lebensunterhalt damit absichern zu können. Aber reicht das wirklich? Ist die Arbeit nicht ein viel zu bedeutsamer Teil unseres Daseins, um so eingeschränkt damit umzugehen? Ist die Arbeit nicht viel zu umfassend, auch in ihren Auswirkungen, um sie nur auf die finanzielle Absicherung unseres Lebens zu reduzieren?
Durch die Arbeit können wir uns mit unseren Gaben und Fähigkeiten in die Gemeinschaft einbringen und so Anerkennung finden, auf die wir alle für ein erfülltes Leben angewiesen sind. Darum sind auch sehr viele Menschen bereit, eine Arbeitsstelle anzunehmen, selbst wenn sie dafür nicht mehr Geld bekommen als durch die soziale Absicherung. Statistische Erhebungen zeigen dies sehr eindrücklich. Darüber hinaus hilft die Arbeit, soziale Kontakte zu knüpfen. Wir Menschen sind soziale Wesen, es gibt nur wenig, was schlimmer als Einsamkeit ist und das Empfinden, überflüssig zu sein. Schon allein diese wenigen Beispiele zeigen, wie wichtig die Arbeit für ein würdevolles Dasein ist.
Aber über die Arbeit wirken wir weit über den persönlichen Bereich hinaus. Es ist den meisten Menschen sehr wichtig und befriedigt ein grundlegendes menschliches Grundbedürfnis. sich nützlich zu machen und Gutes zu tun. Zu arbeiten unter Voraussetzungen und mit diesen Zielen, schafft sowohl persönliche Zufriedenheit wie auch ein gutes mitmenschliches Klima. Darum sollte es uns auch nicht egal sein, was durch unsere Arbeit entsteht oder produziert wird.
Der erste Mai wurde von der Zweiten Internationalen in Paris 1889 als Kampf- und Feiertag der internationalen Arbeiterschaft bestimmt. Seitdem hat sich viel zum positiven geändert. Ist aber alles gut? Nehmen wir uns doch am ersten Mai Zeit zur Besinnung über unsere gegenwärtige Arbeitssituation. Entspricht diese tatsächlich unserem menschlichen Wesen? Oder sind die aktuellen Arbeitsbedingungen, obwohl besser als um 1900, nicht immer noch sehr weit von dem entfernt, wie wir Menschen im Grunde unseres Herzens arbeiten möchten und also auch arbeiten sollten?
Es ist unsere Aufgabe, ja unser Auftrag, die Arbeit endlich zu dem zu machen, was sie im Grunde nach sein soll – Freude an der schöpferischen Mitwirkung einer humanen Gesellschaft und die Möglichkeit, damit seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. Dies gilt für jeden. Wir alle haben ein Recht darauf und wir alle tragen die dazu nötigen Voraussetzungen in uns. Besinnen wir uns also heute darauf und schöpfen wir Kraft und Mut, dies endlich Wirklichkeit werden zu lassen.

Ostergottesdienst im Kunstquartier Bethanien in Berlin

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Zum Karfreitag

Aus einem Dialog per Handy zum Germanwings-Crash:

…….  Wenn der Copilot Selbstmord gemacht hat, was hat dann der andere Pilot in der Zeit gemacht?

Der musste mal auf Toilette. Und seit dem 11.9.2001 muss das Cockpit verriegelt sein. Das hat der Copilot ausgenutzt und seinen Chef nicht mehr reingelassen. Wenn man so will – dieser Absturz ist eine Folge der hysterischen Sicherheitsvorkehrungen.

Ja, habe ich auch gerade gelesen.
Also es macht schon Sinn, dass kein Fremder ins Cockpit reinkommt..Aber ein Selbstmord ist sowieso unvorstellbar!!

Naja, das Leben kann halt nicht bis in alle Details abgesichert werden. Irgendwie auch tröstlich, bei aller Tragik.

Unbegreiflich. Aber jetzt wollen sie noch mehr Sicherheitsmaßnahmen vereinbaren. Hier sollte man lieber hinterfragen: Was kann einen Menschen dazu bewegen, sein Leben ( wobei jeder mensch selbst entscheiden darf, wann sein leben vorbei ist) aber auch das von 149 anderen zu beenden. Vielleicht sollte man auch mal einen kritischen Blick auf das Gesundheitssystem werfen und versuchen, solche tragischen Ereignisse zu minimieren.

Und vor allem diesen absoluten Leistungswahn hinterfragen – nur der / die Fleißige und Erfolgreiche findet Anerekennung . Die Optimierung des Menschen auf seine Markt-Tauglichkeit hin usw.

Absolut wahr! ……